Schweizerischer Verband für Wohnungswesen SVW / ASH / ASA

Aktuelles vom SVW

Dienstag, 30. August 2011

Wer wohnt in den Zürcher Genossenschaftssiedlungen?

Weiten Teilen des bürgerlichen Lagers ist die Wohnbauförderung ein Dorn im Auge. Heute ist unter dem Eindruck der hohen Einwanderung der letzten Jahre eine leichte Entspannung zu spüren. Der Regionalverband Zürich wollte genauer wissen, wer eigentlich in den Genossenschaftswohnungen der Stadt Zürich wohnt. Gemeinsam mit Stadtentwicklung Zürich hat er eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Diese wertete die alle zwei Jahre durchgeführten Bevölkerungsbefragungen und Registerdaten der Stadt Zürich aus.

An einer Medienkonferenz am 19. August stellten die Vertreter der Stadt und des Regionalverbands die Ergebnisse vor. Nachfolgend die wichtigsten Punkte:
• Familien und ältere Menschen werden in den Genossenschaften nicht verdrängt: Neunzig Prozent der Genossenschafter verfügen über ein Einkommen von unter 8000 Franken. Die Stadtzürcher Baugenossenschaften haben dadurch eine wichtige und ausgleichende Wirkung auf die Bevölkerungsstruktur der Stadt.
• Genossenschafter verbrauchen weniger Wohnfläche: In den nicht-genossenschaftlichen Wohnungen verbraucht eine Person heute durchschnittlich 50 m2, ein Genossenschafter nur 37 m2, dies dank sinnvollen Belegungsvorschriften.
• Die Bewohnerinnen und Bewohner sind mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden: Die schätzen das Preis-/Leistungsverhältnis und die nachbarschaftlichen Kontakte als gut bis sehr gut ein.

Mit der Studie will der Regionalverband Zürich nicht nur zeigen, dass die Genossenschaftswohnungen statutenkonform vermietet werden, sondern im Kontakt mit den Medien dafür sorgen, dass viele falsche Vorstellungen über das genossenschaftliche Bauen und Wohnen verschwinden. Insbesondere sollen die polarisierenden Meinungen über die Wohnbauförderung Diskussionen Platz machen, die zukunftsgerichtet sind. Die Studie und Interpretation des Regionalverbandes Zürich sind online verfügbar: www.svw-zh.ch.

 
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